Aus den Kommunalwahlen im Landkreis Fulda ist die CDU wieder als stärkste Kraft sowohl im Kreistag als auch in den meisten Städten und Gemeinden hervorgegangen. Auch bei der Oberbürgermeisterwahl in der Stadt Fulda wurde Amtsinhaber Dr. Heiko Wingenfeld mit einem überwältigenden Ergebnis mit 64,66 % der Wählerstimmen wiedergewählt. In der Gemeinde Nüsttal erzielte Marion Frohnapfel (CDU) ein Top-Ergebnis mit 83,71 % und in der Stadt Gersfeld wurde Dr. Steffen Korell (CDU) mit 78,96 % wiedergewählt.

Auch bei den anderen beiden Bürgermeisterwahlen ohne CDU-Beteiligung in Künzell und Dipperz wurden die Amtsinhaber Klaus Dieter Vogler (81,14%) und Timo Zentgraf (78,31%), beide parteilos, im Amt bestätigt.

Wir gratulieren allen gewählten Bewerbern und wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Die Wahlergebnisse im Landkreis Fulda:

Kreistag: CDU 44,10%, Grüne 12,02%, SPD 12,31%, AfD 10,04%, FDP 6,55%, CWE 4,79%, Die Linke 2,32%, Volt 1,70%, Bündnis C 0,79%, Freie Wähler 3,05%, Die Partei 1,66%, BfO 0,69%

Stadt Fulda: CDU 42,44%, Grüne 16,16%, SPD 13,53%, AfD 7,19%, FDP 6,38%, Die Linke 3,71%, CWE 2,86%, Bündnis C 1,46%, BfO 0,94%, Die Partei 2,25%, Links für Soziale Gerechtigkeit 0,80%, Volt 2,27%

Bad Salzschlirf: CDU 39,77%, SPD 16,31, Freie Wähler 43,92%

Burghaun: CDU 47,93%, SPD 36,39%, FDP 15,68%

Dipperz: CDU 38,37%, FDP 15,03%, Bürgerliste Dipperz 46,61%

Ebersburg: CDU 55,46%, SPD 19,54%, FWG 25,01%

Ehrenberg: CDU 29,09%, SPD 17,55% Bürgerliste Ehrenberg 53,36%

Eichenzell: CDU 42,29%, SPD 21,00%, FDP 6,67%, Bürgerliste Eichenzell 25,18%, CWE 4,85%

Eiterfeld: CDU 41,08%, Grüne 7,57%, SPD 9,41%, FWG 41,94%

Flieden: CDU 49,97%, Grüne 8,86%, SPD 18.09%, FDP 4,71%, Freunde des Königreichs 18,38%

Gersfeld: CDU 31,55%, SPD 31,02%, Bündnis für Gersfeld 37,44%

Großenlüder: CDU 49,13%, SPD 15,15%, Unabhängige Bürgerliste 35,72%

Hilders: CDU 41,85%, CWE 33,24%, Offene Bürgerliste 16,96%, Hilders Aktiv 7,95%

Hofbieber: CDU 64,26%, SPD 5,03%, AfD 3,32%, FDP 10,30%, CWE 17.09%

Hosenfeld: CDU 50,05%, FWG 49,95%

Hünfeld: CDU 58,81%, Grüne 12,04%, SPD 10,06%, FDP 7,51%, CWE 11,58%

Kalbach: CDU 37,50%, SPD 35,61%, Bürger für Kalbach 26,89%

Künzell: CDU 46,39%, Grüne 16,27%,SPD 10,56%, AfD 1,82%, FDP 5,66%, CWE 18,67,%, Freie Liste Künzell 0,62%

Neuhof: CDU 50,41%, Grüne 10,33%, SPD 12,83%, AfD 9,84%, Bürgerliste Neuhof 16,59%

Nüsttal: CDU 71,17%, CWE 28,83%

Petersberg: CDU 42,30%, Grüne 13,33%, SPD 7,36%, FDP 6,82%, CWE 7,87%, Die Linke 7,88%,Bürgerliste 12,45%, Bündnis C 1,98%

Poppenhausen: CDU 45,03%, CWE 15,71%, Freie Wähler 39,26%

Rasdorf: CDU 72,37%, SPD 27,63%

Tann: CDU 41,06%, SPD 31,24%, FDP 27,70%

Wir gratulieren allen, die in die Kommunalparlamente gewählt wurden.

Im Fuldaer Kreistag sind künftig zwölf statt bisher acht Parteien und Gruppierungen vertreten. Die bisherige Koalition aus CDU und CWE hat nach diesem Wahlausgang keine Mehrheit mehr.

In der Stadt Hünfeld, ebenso in den Gemeinden Rasdorf, Nüsttal, Neuhof und Hosenfeld kommt die CDU auf +50%. 2016 waren das noch acht Städte und Gemeinden. Dennoch: Die CDU bleibt mit großem Abstand stärkste politische Kraft im Landkreis Fulda. Lediglich in den Gemeinden Bad Salzschlirf, Dipperz, Ehrenberg und Eiterfeld sowie in der Stadt Gersfeld haben parteiunabhängige Wählervereinigungen besser abgeschnitten.

Die CDU konnte sich hessenweit als stärkste Kraft behaupten. Sie hat trotz leichter Verluste von 0,4% die Kommunalwahlen in Hessen gewonnen und wurde zum Vierten mal in Folge stärkste Partei bei Wahlen in Hessen, und das trotz starkem Gegenwind aus Berlin. Durch die „Masken Affäre“ und ebenso durch die Corona Müdigkeit in der Bevölkerung war für die CDU diese Wahl sehr schwierig. Insofern kann man landesweit mit dem Ergebnis zufrieden sein, wenn auch vor Ort das eine oder andere Ergebnis hätte besser ausfallen können.

Die SPD hat hessenweit mit minus 4,5% deutlich verloren, während die Grünen in Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Kassel deutlich hinzugewonnen haben und in diesen Städten stärkste Kraft wurden.

Landesergebnis der im Landtag vertretenen Parteien: CDU 28,5% (-0,4%), SPD 24,0% (-4,5%), Grüne 18,4% (+7,1%), AfD 6,9% (-5,0%), FDP 6,7% (+0,3%), Linke 4,0% (+0,5%)

Das durchaus in Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen hessenweit akzeptable Ergebnis der Kommunalwahlen ist durch das schlechte Abschneiden der CDU bei den Landtagswahlen in Rheinland Pfalz und Baden Württemberg untergegangen. Allerdings sei auch bemerkt: Das Abschneiden der SPD in Rheinland Pfalz ist einzig und alleine als persönlicher Erfolg der Spitzenkandidatin Malu Dreyer zu werten. Das gilt auch für Baden Württemberg, wo Winfried Kretschmann als der große Sympathieträger der Grünen diesen Erfolg für sich verbuchen kann. Es ist nicht davon auszugehen, dass bei den nächsten Landtagswahlen in diesem Jahr weder SPD noch Grüne diese Ergebnisse annähernd erzielen werden. Deswegen ist es auch erstaunlich, woher Olaf Scholz seinen Optimismus nimmt, nach den Bundestagswahlen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden.