Die Überlegungen, eine eigene Vereinigung für ältere Parteimitglieder zu gründen, gehen in der CDU bis in die 1970er Jahre zurück. Auf dem 33. CDU-Bundesparteitag 1985 wurde als Reaktion auf den demografischen Wandel die Einsetzung eines Seniorenbeauftragten beschlossen. Am 9. November 1987 fasste der 35. CDU-Bundesparteitag den Beschluss, die Senioren-Union als achte Vereinigung der CDU zu gründen. Die Gründungsveranstaltung fand am 20. April 1988 im Konrad-Adenauer-Haus in Bonn statt.

Nach der Wende gründete auch die Ost-CDU eine Senioren-Union. Auf der Gründungsveranstaltung am 18. April 1990 im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin-Mitte, der Zentrale der Ost-CDU, wurde Frau Gisela Krüger, eine Theologin aus Schwerin, zur ersten Vorsitzenden gewählt. Anfang Dezember 1990 traten die Vereinigungen der Senioren Union in den neuen Bundesländer der Bundesvereinigung bei.

Wer wir sind

Der Kreisverband Fulda der Senioren-Union wurde am 20. November 1986 gegründet. Zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde Herr Wilhelm Klitsch, Petersberg. Stellvertreter wurden Frau Dr. Mathilde Schneider, Petersberg und Frau Marianne Harnischfeger, Fulda. Nachdem die Mitgliederzahl stark anwuchs, stellte sich der Vorstand am 10. September 1987 der Neuwahl und wurde mit großer Mehrheit bestätigt. Am 22. März 1991 trat Herr Klitsch nicht mehr an und es wurde Herr Alois Richter, Eiterfeld, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er führte den Kreisverband über 10 Jahre erfolgreich mit großem Engagement. Leider verstarb er viel zu früh an den Folgen eines tragischen Unglücksfalles. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz.

Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung am 30. November 2001 Herrn Hubert Jung aus Künzell. Nach fast 10jähriger Tätigkeit als Vorsitzender legte er am 5. Januar 2011 aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nieder. Herr Jung ist heute Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes. Bis zu einer Neuwahl übernahmen die Herren Theo Lomb und Johannes Arnold kommissarisch die Leitung. Am 7. November 2011 wählte die Mitgliederversammlung Herrn Johannes Arnold zum Vorsitzenden. Aus gesundheitlichen Gründen stellte Herr Arnold sich nicht mehr einer Wiederwahl, so dass am 8. November 2013 Herr Dr. Norbert Herr zum Vorsitzenden gewählt wurde. Nachdem er nach 5jähriger Amtszeit nicht mehr für den Vorsitz kandidierte, wählte die Mitgliederversammlung am 23. April 2018 Herrn Karl-Josef Hahner zum neuen Vorsitzenden.

Die Senioren-Union ist eine selbständige Vereinigung innerhalb der CDU. Sie finden bei uns Frauen und Männer, die in den wesentlichen Grundfragen des Zusammenlebens der Menschen ähnliche Auffassungen vertreten.

Sie steht auf der festen Basis der christlichen Werte sowie des christlichen Menschenbildes und setzt sich aktiv für den Bestand und den Ausbau des freiheitlichen und sozialen Rechtsstaates ein. Hier wird das offene Wort geliebt und die persönliche Meinung des anderen Menschen respektiert.

Mitglied unserer Vereinigung kann jeder werden, der sich zu den Grundsätzen und Zielen der Senioren-Union bekennt, das 60. Lebensjahr erreicht hat oder sich im gesetzlichen Vorruhestand befindet.

Wer Mitglied der Senioren-Union werden will, muss nicht Mitglied der CDU sein. Eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei schließt jedoch eine Mitgliedschaft in der Senioren-Union der CDU aus.

Senioren sind größte Wählergruppe

Die Senioren sind heute die größte Bevölkerungsgruppe in der Bundesrepublik Deutschland mit rund 37 % und damit auch die stärkste Wählergruppe. Der demografische Wandel wird sich auch in Zukunft fortsetzen, denn einerseits werden weniger Kinder geboren und gleichzeitig rücken die geburtenstarken Jahrgänge in der Alterspyramide nach oben. Hinzu kommt, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Lag die durchschnittliche Lebenserwartung 1990 bei etwa 75 Jahren, sind es heute bereits rund 81 Jahre – mit steigender Tendenz. All diese Faktoren verschieben die Kräfteverhältnisse bei Wahlen. 1990 bildeten die Jüngeren mit rund 40% noch die größte Wählergruppe, während die Generation 60+ nur bei einem Anteil von ca. 25 % lag. Heute, bei einem Anteil von 37 % der Wahlberechtigten, beeinflussen die Senioren den Ausgang von Wahlen so stark wie nie zuvor. Tatsächlich ist sogar der Einfluss noch größer, weil der Anteil der zur Wahl gehenden im Verhältnis zu den anderen Wählergruppen um einiges höher liegt.

Mit der Erreichung des Rentenalters hört nach unserer Vorstellung die Verantwortung für die Sicherung und die Fortentwicklung unserer Demokratie nicht auf.

Was wir wollen

Wir wollen, wie viele andere, lebenslange Demokraten bleiben und die Interessen nicht nur der älteren Generation in unserer Gesellschaft gewahrt wissen.

Die Senioren-Union will im Sinne einer christlichen und demokratischen Politik an der Meinungs- und Willensbildung in der älteren Generation mitwirken und für die besonderen Interessen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger eintreten.

Die Senioren-Union will keine Altenpolitik in einer Altenrepublik. Sie will beteiligt sein, nicht mehr und nicht weniger als alle anderen auch an der Formulierung und Umsetzung der Politik für alle, ob jung oder alt. Wie in jeder Altersgruppe liegt ihre Zukunft in einem angemessenen Standort inmitten der Solidargemeinschaft mit gleichen Rechten und Pflichten. In dieser Solidargemeinschaft fordern wir – mit Augenmaß und nicht unangemessen – Mitverantwortung und Beteiligung an allen politischen Entscheidungen der Partei, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, Generationenkonflikte zu vermeiden.

Ältere Menschen sind keine Last, sondern ein Gewinn für die Gesellschaft. Sie tragen mit ihrer Erfahrung dazu bei, die Herausforderungen der aktuell erforderlichen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Erneuerung sowie des demografischen Wandels zu bewältigen. Sie stellen nicht das Problem dar sondern sind, wenn ihre Potentiale richtig eingesetzt werden, Teil der Lösung. Die Rolle der älteren Generation muss neu bestimmt und ihre Einbindung bei der Gestaltung der gesellschaftlichen Zukunft als Lösungsansatz genutzt werden.

Die Kompetenzen, Fähigkeiten und Beiträge älterer Menschen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik müssen besser erkannt, genutzt, gewürdigt und gefördert werden. Ältere Menschen dürfen nicht ins gesellschaftliche Aus entlassen werden sondern es geht darum, ihnen konkrete Chancen zu eröffnen. Die Möglichkeit, ein aktives Leben in Gemeinschaft zu führen, dient sowohl dem Einzelnen als auch der Gemeinschaft.

Die Voraussetzungen für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben in allen Lebensphasen sind zu bewahren bzw. neu zu gestalten. Das bezieht sich insbesondere auf die Rente, Kranken- und Pflegeversicherung sowie den Ausbau der Prävention. Die persönliche Verantwortung für die eigene positive Lebensgestaltung ist an kein Alter gebunden. Die Senioren Union vertritt den Grundsatz: wer gesund und zufrieden alt werden will, der muss rechtzeitig damit anfangen.

Eine sich im Wandel befindliche Gesellschaft muss ihre Entwicklungsangebote allen Bürgern zur Verfügung stellen. Dies gilt auch für Bildungs-, Berufs- und Betätigungsangebote für ältere Menschen. Persönliche Weiterentwicklung sowie sozialer, kultureller und technischer Fortschritt gehen Hand in Hand. Lebenslanges Lernen ist Voraussetzung für die Teilhabe am modernen Leben. Das wird heute am Beispiel der sich ständig verändernden Medienlandschaft und der Digitalisierung mehr als deutlich.

Eine menschliche und gerechte Gesellschaft sucht den Ausgleich von Interessen. Die Lebensbedingungen der älteren Generation müssen berechenbar und stabil sein. Das darf aber nicht zu untragbaren Einschränkungen der Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten der Jüngeren führen. Im Mittelpunkt der Arbeit der Senioren Union steht die Gestaltung der Lebensbedingungen der Älteren in der Gesellschaft unter Berücksichtigung des Miteinanders der Generationen.Wir treten ein für mehr Mitwirkungsrechte der Senioren in allen Bereichen der Gesellschaft.

Wir wollen in allen politischen Ebenen beteiligt werden, wenn es um die Anliegen und Belange älterer Menschen geht.

Wir wollen die Seniorenbeiräte und Seniorenvertretungen in unserem Land stärken und ihre Mitwirkungsrechte verbessern.

Wir wollen einen Dialog der Generationen und ein Miteinander von jungen und älteren Menschen.

Wir wollen eine Stabilisierung der Rente als Lohn für erbrachte Lebensleistung bei gleitendem Übergang in den Ruhestand.

Wir wollen eine menschengerechte Zukunft, in der sich alle Generationen wiederfinden.

Wir wollen eine kommunale Wohnungsbau- und Verkehrspolitik, welche die Bedürfnisse von älteren Menschen berücksichtigt.

Wir wollen ein engmaschiges Netz von ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten für ältere Menschen, welches im Bedarfsfall jederzeit schnell erreicht werden kann. Das Angebot an Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen muss sich an dem tatsächlichen Bedarf orientieren.

Wir wollen den Schutz des älteren Bürgers durch Ausbau der inneren Sicherheit verstärken.

Wir wollen den Abbau altersdiskriminierender Regelungen und Vorschriften und kämpfen für die Korrektur eines einseitig negativ gezeichneten Altersbildes.

Wir wollen das Ehrenamt stärken. Ohne das beispielhafte Engagement der Senioren wäre so manche Selbsthilfegruppe, Nachbarschaftsinitiative oder auch so mancher Verein nicht mehr vorstellbar.

Was wir bieten

  • ein attraktives Jahresprogramm
  • politische Information aus erster Hand
  • aktive Mitarbeit an den Zielen der Senioren-Union
  • Teilnahme an Tagungen, Kongressen und Seminaren auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
  • kulturelle, politische und gesellige Veranstaltungen vor Ort
  • Tagesfahrten und Besichtigungen, mehrtägige Studien- und Urlaubsreisen